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Was „Vertrauen“ auf einer Website heute bedeutet — und was sich seit 2015 verändert hat

SSL-Schloss und ein Impressum reichten früher aus, um Vertrauen zu signalisieren. Heute braucht es deutlich mehr.

📅 27. September 2024
Was „Vertrauen“ auf einer Website heute bedeutet — und was sich seit 2015 verändert hat
Was „Vertrauen“ auf einer Website heute bedeutet — und was sich seit 2015 verändert hat

2015 war ein grünes Schloss-Symbol in der Adressleiste, ein sauberes Impressum und ein Foto vom Inhaber auf der Über-uns-Seite meistens ausreichend, um bei Besuchern ein Grundgefühl von Vertrauen zu erzeugen. Ich erinnere mich, wie ich Kunden damals genau diese drei Punkte als „Vertrauens-Checkliste" mitgegeben habe.

Heute reicht das nicht annähernd mehr aus, und ich glaube, das liegt an einer Kombination aus zwei Entwicklungen. Erstens sind Nutzer durch Jahre von Datenskandalen, Fake-Bewertungen und aggressivem Online-Marketing deutlich misstrauischer geworden. Zweitens ist es durch KI-Tools heute so einfach wie nie, eine professionell aussehende, aber inhaltlich hohle Website zu erzeugen, wodurch das reine Erscheinungsbild als Vertrauenssignal an Wert verloren hat.

Was heute meiner Beobachtung nach tatsächlich Vertrauen schafft: echte, überprüfbare Details statt generischer Aussagen. Ein Handwerksbetrieb, der ein konkretes Projekt mit echten Fotos und einer nachvollziehbaren Geschichte zeigt, wirkt glaubwürdiger als zehn generische Sätze über „langjährige Erfahrung und höchste Qualität". Echte Google-Bewertungen mit Namen, auf die man antwortet, wirken glaubwürdiger als ein isoliertes Trust-Siegel. Eine Telefonnummer, die tatsächlich abgehoben wird, wirkt glaubwürdiger als ein Kontaktformular ohne erkennbares Gesicht dahinter.

Der gemeinsame Nenner: Konkretheit statt Behauptung. Das war vermutlich schon immer der bessere Ansatz, aber 2015 kam man damit noch durch, es sich einfacher zu machen. Heute, glaube ich, kommt man damit nicht mehr durch.

Konrad Griesser

Konrad Griesser

Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999

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