No-Code-Tools: Webflow, Bubble und die Frage, ob ich mir Sorgen machen muss
Tools, mit denen man ohne Programmierung komplexe Websites bauen kann, werden immer besser. Macht mich das als Webdesigner überflüssig?


Ich habe mir in den letzten Wochen ein paar No-Code-Tools genauer angeschaut, vor allem Webflow, weil mehrere Leute in Fachforen davon geschwärmt haben. Und ich muss zugeben: Es ist beeindruckend, wie viel man mittlerweile ohne eine einzige Zeile Code bauen kann.
Die ehrliche Frage, die ich mir dabei gestellt habe: Macht mich das langfristig überflüssig? Meine Antwort, nach einigem Herumprobieren: teilweise, aber nicht so, wie man vielleicht zuerst denkt.
Diese Tools senken die technische Einstiegshürde. Aber sie ersetzen nicht das, was den größten Teil meiner tatsächlichen Arbeit ausmacht — zu verstehen, was ein Kunde eigentlich braucht, eine Struktur zu entwickeln, die tatsächlich zur Zielgruppe passt, Inhalte zu erstellen, die überzeugen, und technische Feinheiten wie Ladezeit oder Suchmaschinenoptimierung sauber umzusetzen. Ein leeres Werkzeug, egal wie mächtig, baut noch keine gute Website. Das macht immer noch jemand, der weiß, was er tut.
Ich sehe diese Tools eher als Chance für mich als Bedrohung: Für kleinere, einfachere Projekte kann ich damit möglicherweise schneller arbeiten. Für alles, was wirklich Strategie und individuelle Umsetzung braucht, bleibt der Mensch dahinter entscheidend — vorerst zumindest.
Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999
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