Linkaufbau nach alter Schule
Webkataloge, Gästebücher, Linktausch-Listen. So haben wir 2010 noch Backlinks gesammelt.


Ein Nachmittag, eine Liste mit vierzig Webkatalogen, eine Tasse Kaffee, die kalt wird. So sieht bei uns aktuell Linkaufbau aus, wenn ein Kunde eine neue Website bekommt.
Wir tragen den Betrieb in branchenspezifische Verzeichnisse ein — Handwerkerportale, regionale Wirtschaftsverzeichnisse, teilweise auch allgemeine Webkataloge, bei denen man die eigene Seite mit Titel, Beschreibung und passender Kategorie hinterlegt. Manche verlangen im Gegenzug einen Link zurück auf den Katalog, ein klassischer Linktausch.
Ich bin ehrlich gesagt zwiegespalten. Ein Teil dieser Verzeichnisse bringt echten Wert — Menschen suchen dort tatsächlich nach Handwerkern. Ein anderer Teil wirkt wie reine Linksammlungen ohne echten Besucher, die nur existieren, damit Websites gegenseitig ihre Linkpopularität aufblähen. Ich habe das ungute Gefühl, dass Google das irgendwann auch merkt und diese Art von künstlich aufgebauten Links entwertet, vielleicht sogar bestraft.
Für jetzt bleibt es trotzdem Teil unserer Arbeit, weil es funktioniert. Aber ich schreibe mir das hier auf, um in einem Jahr nachschauen zu können, ob meine Sorge berechtigt war.
Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999
