Ich habe meinen ersten Chatbot gebaut (und er war ziemlich dumm)
Facebook hat die Messenger-Plattform für Bots geöffnet. Ich musste das sofort ausprobieren — mit gemischten Ergebnissen.


Facebook hat letzten Monat angekündigt, dass Unternehmen jetzt Bots in den Messenger einbauen können. Klang spannend genug, dass ich mir einen Abend Zeit genommen habe, um das mal auszuprobieren.
Was ich gebaut habe
Nichts Weltbewegendes: ein simpler Bot, der auf Stichworte reagiert. Schreibt jemand "Öffnungszeiten", bekommt er die Öffnungszeiten. Schreibt er "Preis", bekommt er einen Link zur Preisliste. Das war's im Grunde.
Technisch ist das kein maschinelles Lernen, keine Intelligenz, nichts dergleichen. Es ist eine simple Wenn-Dann-Logik, verpackt in eine Chat-Oberfläche. Aber genau das macht es interessant: Die Leute reden trotzdem damit wie mit einem Menschen. Ein Tester hat "Danke" geschrieben und sich fast entschuldigt, dass er den Bot vermenschlicht.
Wo es schnell an Grenzen stößt
Sobald jemand vom Skript abweicht — "und was, wenn ich am Wochenende kommen will" statt einfach "Öffnungszeiten" — steht der Bot dumm da. Das ist der Punkt, an dem ich merke: Das hier ist noch sehr weit weg von echter Konversation.
Trotzdem: Für einen Erstkontakt, der außerhalb der Geschäftszeiten stattfindet, ist selbst so ein simpler Bot besser als eine unbeantwortete Nachricht. Ich werde das für ein, zwei Kundenprojekte vorschlagen und schauen, wie es ankommt.
Konrad Griesser
Webdesigner & SEO-Experte aus Augsburg — seit 1999
